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archivierte Ausgabe 15/2012
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LITURGIE NACH DEM KONZIL (5): DIE DREI ÖSTERLICHEN TAGE |
An jedem Sonntag das österliche Geheimnis feiern |
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»O wahrhaft selige Nacht, dir allein war es vergönnt, die Stunde zu kennen, in der Christus erstand von den Toten.« Über die Zeit der Auferstehung Christi sagen die Evangelien nichts; als die Frauen frühmorgens, »als es noch dunkel war« zum Grab kamen, fanden sie es leer vor. Daher bleibt der Zeitansatz flexibel, doch soll die Osternachtfeier erst im Dunkel beginnen und noch im Dunkel enden.
Foto: KNA |
»Soeben komme ich von den Karsamstagszeremonien heim, die ich für meinen kranken Pfarrer halten musste, und bin ganz verstimmt über das liturgische Durcheinander, das der Karsamstag mit sich bringt. Nach der Karsamstagsmesse musste ich das Allerheiligste in der Monstranz wieder im heiligen Grab (an einem Seitenaltar) aussetzen, musste also gleichsam eine neue Grablegung halten, nachdem ich zuvor schon das Auferstehungsevangelium und das Alleluja gesungen hatte. Heute Abend muss ich dann die in unseren deutschen Landen übliche feierliche ›Auferstehung‹ halten. Sie ist beim Volke das Wichtigste geworden, während die eigentliche Auferstehungsfeier gering besucht ist.« Wer es nicht als junger Mensch noch selbst erlebt hat, kann sich kaum vorstellen, dass die Feier der Osternacht so, wie in diesem Bericht aus dem Jahr 1929 beschrieben, noch bis in die 1950er-Jahre am Karsamstagvormittag gehalten wurde.
Dies geschah unter Beteiligung nur weniger Gläubigen und im Bewusstsein, dass nach dem Ende der Feier noch immer – bis mittags – Fasttag ist. Die Symbolik der Nacht mit ihrem Licht aus dem Dunkel war von daher nicht erfahrbar. Das Volk hatte sich daher im Laufe der Zeit eine eigene »Auferstehungsfeier« (Andacht) am späten Nachmittag oder Abend des Karsamstags geschaffen. Allerdings war in der »Liturgischen Bewegung« in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts das Bewusstsein für die Diskrepanz durchaus vorhanden, wie auch das Bemühen, diese Feier zu einem für die Menschen erlebbaren Höhepunkt zu machen; das geht aus einer Beschreibung der Osternachtfeier von 1939 hervor:
»Am Karsamstag dauerte der Morgengottesdienst von 8 Uhr bis fast 11 Uhr, und gegen 130 Personen waren von Anfang bis zum Ende anwesend. Die Responsorien zum Lumen Christi, zum Exsultet und zur Taufwasserweihe sangen meine Ministrantenbuben, die Prophetien wurden deutsch gekürzt mit Erklärungen verlesen (ihr Sinn im Zusammenhang war vorher erklärt worden). Nachher sagten die Leute, sie hätten gar nicht gewusst, dass im Alten Testament so schöne Stellen enthalten seien! [...]
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